Ich möchte mich hier noch einmal ganz herzlich bei Gisela Albrecht bedanken. Durch sie wurde ich bei der DLRG Seevetal überhaupt erst zum Laufen animiert. Nachdem ich einmal bei dem Marathon geholfen, Ausbildung bei der DLRG übernommen und mich der Laufgruppe angeschlossen hatte, wurde mir die Organisation der Helfergruppe für den Marathon von Gisela unerwartet übertragen.
Auch wenn inzwischen nur noch zwei Helfer von der DLRG Seevetal übrig geblieben sind,
Matthias Mohr, zurzeit noch aktiv bei der DLRG und ich, leider nicht mehr so aktiv, treffen wir uns als Gruppe von circa 12 Personen, jedes Jahr aufs Neue, um für die Läufer die Kleiderbeutel zu verwalten.

Außerdem möchte ich mich noch bei meinen Tanzpartnerinnen Frauke und Wiebke Lich bedanken, dass sie ihre Streckenposten beim Sportverein aufgegeben haben, um uns in den Messehallen zu helfen. 
Auch wenn wir mittlerweile nicht mehr zusammen tanzen, finde ich es toll, dass sie uns weiterhin helfen.

Unser Team ist, mit der Gruppe von Thomas Beyer, die Hauptorganisation der Kleiderbeutelannahme der Läufer. Thomas und ich haben uns darauf geeinigt, dass jeder von uns für eine Hälfte der Messehalle verantwortlich ist. Wir stellen unsere Helfer in den oberen Zahlenbereichen ab 7.000, während Thomas Leute die Frauen und die ersten 7.000 Beutel überwachen.
Jedes Jahr verabschieden wir uns und geben an, nächstes Jahr nicht mehr dabei zu sein.

Als wir vor drei Jahren einmal etwas später, es muss so gegen 7:30 Uhr gewesen sein, in die Messehallen kamen, war Thomas Beyer ziemlich geschockt. Er dachte, wir kämen diese Jahr gar nicht und war heilfroh uns zu sehen. Seitdem hat sich die Verabschiedung auf: „Na dann bis nächstes Jahr!“ geändert.

Als die Marathonleitung 2003 beschloss, die Messehallen zu entlasten, gab es ein riesiges Chaos. Die Kleiderbeutel sollten nicht mehr, wie in den Jahren zuvor, nur in den Messehallen abgegeben werden, nein sie sollten an den Starts direkt auf LKWs geladen werden. Die 40-Tonner fuhren dann mit den Kleiderbeuteln zur Messehalle und luden sie dort ab. 
Nicht nur, dass wir jedes Jahr weniger Helfer haben, nein, es brauchte auch unheimlich viel Zeit, die Kleiderbeutel von den LKWs durch die Halle zu den Bahnen zu schaffen, so dass die ersten Läufer bereits im Ziel waren, bevor die Kleiderbeutel sortiert waren. Das THW hat uns dann, nach mehrmaligen Anfragen unsererseits, ein paar Leute zur Unterstützung gesandt. Ein ehemaliger Klassenkamerad von mir war ebenfalls unter den Helfern. Wir waren erstaunt, dass wir doch schon etliche Jahre zusammen beim Marathon geholfen, uns aber nie getroffen hatten.
In den nächsten Jahren hat sich dann bei den Läufern herumgesprochen, dass es sinnvoller ist, die Kleiderbeutel direkt in der Messehalle abzugeben, da durch die LKWs doch so mancher Beutel verloren ging.
Statt der 40-Tonner hatten wir dann nur noch 7,5 Tonner, die direkt bis vor die Bahnen fahren konnten. Sie waren auch schon soweit vorsortiert. Trotz allem war die Arbeit nach wie vor stressiger als vor der Regelung mit den LKWs.

Insgesamt hatten wir eine schöne Zeit, auch wenn wir in dem einen Jahr mit unseren russischen Helfern einigen Ärger hatten, da die sich mehr für den Alkohol und den Inhalt der Beutel interessierten, statt sie zu sortieren.
Auch hatte ich den Eindruck, dass die Lehrer, die die Schulklassen, die uns das eine Jahr kräftig unterstützen sollten, nicht die nötige Vorbildfunktion darstellten. So mussten wir uns mit Schülerinnen herumschlagen, die lieber mit ihrem Handy telefonierten, als zu helfen. Oder aber es kam von den Schüler der Spruch: „Wieso? Unsere Lehrer machen das ja auch nicht.“.
Da die Klassen anscheinend nicht mehr zum Helfen bereit waren, angemeldet hatten sie sich zwar, standen Thomas und ich dieses Jahr ziemlich alleine da. Teilweise hatten wir nur einen Helfer für eine Bahn, was schlicht zu wenig ist.

Ich freue mich aber, dass ich immer noch ein so angagiertes Team habe, das jedes Jahr aufs Neue diesen Stress mitmacht.

Sven Tägtmeier