oder das China 2.0?

In der letzten Zeit werden wieder viele Debatten über die sogenannten Internetsperren geführt. Die Einen sagen, es ist der Anfang der kompletten Internetzensur und Ende der freien Meinungsäußerung. Die Anderen, vorwiegend Politiker, sehen darin die Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet.
Ist dem so? 

Das die Internetsperren leicht zu umgehen sind, auch für Leute, die keine Ahnung von Computern haben, ist wohl mittlerweile überall bekannt. Anleitungen gibt es bereits massenhaft im Internet.
Und verhindern diese geplanten Stoppschilder mit Echtzeitüberwachung überhaupt den Aufruf und Verbreitung von Kinderpornos? Oder wird des vielmehr zur Diskreditierung von unliebsamen Personen oder konkurierenden Firmen genutzt? Die Weiterleitung und somit Erfassung der IP-Adresse kann demnach direkt zu einer Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung von Computern führen. Für einen Kleinbetrieb oder Selbständigen eine Katastrophe.
Wer jetzt behauptet, man müsse ja mehr als ein Bild oder eine Seite mal aufrufen, der hat wirklich keine Ahnung von Computern.
Ein kleines Beispiel: Die meisten Internet-Nutzer benutzen Thunderbird, Outlook oder ein Web-Mailer als E-Mail Client. Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass zu 99 % alle die HTML-Versionen aktiviert haben (ich habe diese Funktion bereits seit Jahren deaktiviert). Es reicht also völlig aus, eine in HTML-Formatierte E-Mail einer unbeliebten Person zu schicken, in der ein paar externe Bilder, die Anzahl kann hier ja beliebig gewählt werden, eingebunden sind. Die nette und allseits beliebte Vorschau der E-Mails in diesen Programmen ist dann so freundlich und lädt diese Bilder aus dem Internet. Gut, hier wird wohl dann nicht viel geladen, da es sich bei diesen Bildern ja um diejenigen handelt, die auf Servern liegen, die über die BKA-Sperrliste gesperrt sind. Folglich wird die Stoppseite geladen. Und siehe da, die IP des Nutzers ist beim BKA und die schicken dann die Einsatztruppe los, um die Rechner zu beschlagnahmen, da ja mehr als ein „versehendlicher“ Aufruf von illegalen Bildern erfolgte.
Ich muss wohl nicht erklären, wie die Öffentlichkeit auf Personen reagiert, die im Verdacht stehen, Kinderporno zu besitzten oder zu verbreiten. Diesen zerstörrten Ruf wieder zurechtzubiegen wird wohl nicht so einfach sein. Oder aber, im Laufe der Zeit noch viel einfacher, da es ja „normal“ wird, wenn mal der Rechner wegen so etwas beschlagnahmt wird.

Ein anderes Problem der Internet-Sperren ist dann wohl oder übel die Befürchtung, dass nicht nur illegale Inhalte gesperrt werden. Da die Sperrliste nicht öffentlich ist und nur dem BKA bekannt, kann man leider nicht nachvollziehen, ob die gefilterten Inhalte tatsächlich schädlich sind und zurecht gefiltert werden. Was ist, wenn mich einer bei BKA oder durch Beziehung auf diese Liste setzt? Wie soll gewährleistet sein, dass die Liste korrekt ist?
Werden unliebsame Blogs oder Artikel die nicht in das politische Bild passen auch gefiltert? Die Begehrlichkeit ist jedenfalls vorhanden und einige Politiker hätte solche Internetsperren lieber früher als später.
Interessant ist auch, dass die Petition gegen die Internetsperren sehr viel mehr Zulauf hat, als die Initiative für die Sperrung.

Die wichtigste Frage, die man sich eigentlich stellen sollte lautet eigentlich: „Ist den missbrauchten Kindern mit einer Internetsperre geholfen?“. Die Antwort lautet „Nein“. Wer die Presse ein wenig verfolgt wird immer wieder auf Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen stoßen. Die meisten von den Tätern machen jetzt davon keine Videos oder Fotos, klar gibt es Ausnahmen, aber generell stellt sich die Frage, warum kommt es so oft vor?
Man liest von Verwandten, die sich an den Kindern vergehen, vom Großvätern, die sich an den Enkelinnen vergehen. Schockierend?
Na ja, wenn man sich mal unsere Gesellschaft ansieht, die ja eine Vorliebe für Enkel- oder Töchterliebe haben, ist das gar nicht so verwunderlich. Da gab es vor einigen Jahren ein Talkrunde (Talkshow hört sich eher so nach den Arbeitslosenstreitereien am Vor- und Nachmittag an), in der die Moderatorin einen Mann (leider weiß ich nicht mehr wer genau das war und wie alt er war, jedenfalls jenseits der 60) fragte: „Ihre neue Freundin könnte doch ihre Tochter sein.“. Was war die Antwort? „Wozu gibt es Viagra?“. Also, wenn ich ihn richtig verstehe, würde er mit seiner eigenen Tochter ins Bett steigen. Ist Inzest in Deutschland nicht verboten? Wie viele dieser alten, geilen Böcke gibt es auf der Welt? Ich meine, viel zu viele!
Man muss sich ja nur mal den lieben Herrn Müntefering angucken, der kurz nach dem Tod seiner über alles geliebten Frau (wer’s glaubt), eine immerhin 40 Jahre jüngere Frau zugelegt hat. Sie könnte also ohne Probleme seine Enkelin sein.
Ich frage mich, ist das noch normal? Einige werden jetzt vermutlich sagen: „Na ja, solange sie glücklich sind.“.
Klar ist es schwierig eine Grenze zwischen dem Alter zu finden, aber warum machen dann alle einen Aufstand, wenn auf einmal eine 69 jährige Frau einen 29 jährigen Mann hat? Das ist dann auf einmal nicht normal? Der Mann tickt dann nicht richtig? Was ist mit der 29 jährigen Frau? Hat sie einen Vater- oder Opa-Komplex? Und ins Verhältnis gesetzt, ist ein 69 jähriger, der auf 29 jährige steht nicht Pädophil? Wo ist die Grenze? Ein Altersunterschied von 10 Jahren ist meines Erachtens das absolute Maximum. Darüber sind einfach zu viele Diskrepanzen, gerade was das Erlebte oder das Wissen anbelangt. Gut, ich muss zugeben, die Jugend von heute hat ja so ihre Schwächen, Pisa lässt grüßen.
Aber mal im Ernst, die meisten Männer in dem hohen Alter sehen junge Frauen doch eher als Statussymbol, wie ihre dicken Autos. Und die Frauen? Die sind doch meistens nur auf den Ruhm und das Geld aus. Von Liebe kann man da wohl kaum reden.
Ein ganz anderes Aspekt kommt jedoch jüngst aus einen Artikel im Hamburger Abendblatt, der auf gravierende Probleme mit den Renten hinweißt. Wenn der Altersunterschied zu groß ist, lässt es sich meistens nicht vermeiden, dass einer der Beiden das Zeitliche segnet. Die dadurch resultierenden jungen Witwen erhalten jahrzehntelang die Renten ihrer verstorbenen Gatten.