Alle reden vom Umweltschutz, aber keiner tut was dafür. Ich meine hiermit nicht die Bundesbürger, die brav, wie es befohlen, ihren Müll trennen und das Altpapier in den Container werfen. Nein, ich meine die Leute, die wirklich etwas machen könnten, die, die die Mittel haben, machen nichts.

Mir wird immer wieder vorgehalten, mir gehe meine Umwelt total am A**** vorbei. Ich achte nicht immer auf den grünen Punkt (den ich eh für sinnlos halte), fahre viel Auto, habe einige Rechner, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 4 Wochen im Monat und 12 Monate im Jahr über laufen. Ich verbrauche viel Strom, ich stelle meine Heizung nachts nicht ab oder herunter. Ich habe nicht an den Stromabschalt-Tag um 20 Uhr mitgemacht, ich will keinen Strom sparen.
Warum ich das nicht mache, fragen jetzt viele. Ganz einfach, ich lebe nicht in der Steinzeit. Jede Hochtechnologie benötigt Energie und das nicht zu knapp. Wenn ein Auto nicht fährt, weil das Benzin leer ist, hilft es nicht die Reifen zu wechseln. Damit will ich sagen, wir brauchen den Strom und die Energie und es wird nicht weniger. Das Problem ist nicht der Stromverbrauch! Das Problem ist die Herstellung. Ich bin nicht für Atomkraft, wie es jetzt läuft, ich bin auch nicht für Kohlekraftwerke.
Und um eines einmal klar zustellen: Solange der Regenwald abgeholzt wird, die Stadtreinigung (oder wer auch immer) mit Laubsaugern und Rasentrimmern, die mit Benzin laufen, arbeiten, solange bin ich nicht bereit etwas zu verändern. Früher konnten die Leute auch mit einem Besen die Blätter von der Straße fegen, heute nicht mehr. Oder diese super Kaffeemaschinen (bitte um Verzeihung, ich bin Teetrinker), die für jede Tasse eine kleine Dose, aus was auch immer, eingesetzt bekommen. Das ist umweltfreundlich? Ich glaube nicht.
Und, wer spart nun Strom? Die Reichen und die großen Konzerne mit Sicherheit nicht. Denen ist das doch egal. Nur die normalen Bürger werden aufgefordert. Neulich berichtete mir meine Mutter von einem Artikel in einer Fernsehzeitschrift, in der eine Leserin schrieb, dass alle immer vom Sparen sprechen, aber je mehr man spart, um so weniger hat man, da die Preise immer weiter steigen. Klar, wenn weniger Menschen etwas nutzen, muss man natürlich sehen, wie man an das Geld kommt.
Was passiert, wenn jemand ein Auto ohne Benzin erfindet? Würde diese Erfindung an die Öffentlichkeit kommen? Vermutlich nicht. Ach, wieder so ein Verschwörungstheoretiker sagen jetzt einige. Nein, bin ich nicht, ich bin Realist. Wissen sie eigentlich was es bedeuten würde, wenn wir kein Benzin mehr bräuchten? Nein, wissen sie nicht. Ganze Industriezweige würden auf einmal nutzlos werden. Die Öl fördernden Länder wären auf einmal nicht mehr benötigt. Es gibt also genug Menschen, die eine solche Wandlung nicht zulassen würden. Ob nun direkt oder durch Verzögerungstaktik, sie behindern es.
Es gab eine Zeit, da haben alle auf die Standby-Geräte geschimpft. Schon mal einen Video- / DVD-Recorder programmiert und vom Strom getrennt? Ist sehr interessant, die Sendung wird nicht aufgezeichnet. Merkwürdig, oder?
Standby, war da nicht etwas? Ach ja, die „Bammeldinger“, wie sie Douglas Adams in dem Buch „Lachs im Zweifel“ erklärt. Es sind ja meistens nicht die Geräte ansich, die den Strom verbrauchen, sondern eben diese „Bammeldinger“. Auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist, das Netzteil läuft munter weiter am Stromnetz. Dies kann man natürlich umgehen, wenn man eine ausschaltbare Steckdosenleiste kauft. „Zack“, alle aus. Oder aber, wie Adams so schön formulierte, es wäre doch schön, nur ein Netzteil oder Steckerleiste zu haben, an dem man die Gleichstromgeräte direkt anschließen kann.