Falsche Sicherheit durch höhere Strahlenbelastung

Atomkraft nein danke - Nacktscanner, ja bitte

Immer wieder liest man in der Zeitung oder im Internet, dass die Atomkraft abgeschafft werden soll, da alles verstahlt wird. Zugegeben, die Kernkraft steckt noch in den Kinderschuhe.
Kernkraft hin oder her, es strahlt auch aus ganz anderen Geräten.
Bekommt man einen Röntgenpass, wenn man zu oft zum Arzt geht, interessierte es anscheinend niemanden, dass die Vielflieger nun regelmäßig bestrahlt werden. Die Nacktscanner seinen ungefährlich, heißt es. Da es ja keine Röntgenstrahlen sind. Stimmt, aber die Millimeterstrahlung dringt immerhin 3 mm in die Haut ein. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren die Zahl der an Hautkrebs Erkrankten steigt.
Auch wenn einige der Meinung sind, "Wir telefonieren ja auch mit dem Handy", kann ich dazu nur sagen: "Ja, das tun wir.". Aber auch beim Handy ist die Strahlung nicht ungefährlich. Und je nachdem, wer die Studien finanziert, heißt es dann: Mobiltelefone sind ungefährlich, oder sie sind gefährlich.
Strahlung, egal welcher Art, ist für Zellen generell gefährlich. Wer nur ein bisschen in der Schule in Biologie, Chemie und Physik aufgepasst hat, weiß, dass Strahlung die Zellen bzw. das Erbgut beschädigt. Die Reparaturmechanismen stellen dies meistens wieder zuverlässig her.
Mittlerweile scheint es keinen mehr so richtig zu interessieren, was genau auf uns strahlt. Mit Ausnahme der Atomkraftwerke. Die Strahlungen von Hochspannungsleitungen oder von Mobiltelefonen interessiert niemanden. Auch die Strahlungen von WLAN-Routern und der GPS-Satelliten werden vollständig ignoriert. Dafür fragen dann scheinbar besorgte Mütter in einem Babyladen, ob das Babyfon auch strahlungsarm ist. Das Handy der guten Frau liegt dann in der Handtasche, die neben dem Kopf des Kindes am Kinderwagen hängt. Sehr vorsorglich, wirklich.
Nacktscanner bringen mehr Sicherheit. Für wen? Die neuen Geräte zeigen ja nur noch Strichmännchen und keine Nacktfotos. Stimmt nur halb. Die Software ist noch gar nicht in der Lage Waffen oder ähnliches korrekt zu erkennen. Die Scanner senden die Nacktfotos in eine Zentrale. Hoffentlich nicht über ein ungesichertes WLAN, sondern verschlüsselt. Dort werden die Fotos von einem Mitarbeiter begutachtet und auf dem Foto Stellen markiert, die dann auf einem Strichmännchen dem Personal am Scanner angezeigt werden.
Auch das der Hersteller angeblich Streubomben herstellt, wird mal kurz unter den Tisch gekehrt, für die Sicherheit. Die angeblichen Stärken des Scanners, er soll für eine schnellere Abwicklung sorgen, konnten zumindestens die Italiener widerlegen, der Scanner sei zu langsam. Dies meint u. a. auch der Leiter des Flughafens in Hannover. Er geht sogar davon aus, das der Durchsatz an den Kontrollen sich halbiert.
Wie aus einem Test von der Sendung Quarks & Co. hervorgeht, läßt sich ein Nacktscanner mit einem normalen Schnitzel überlisten. Von der darunter versteckten Pistole war im Scanner nichts zu sehen.
Die Sicherheit ist damit nur der Öffentlichkeit vorgegaukelt. In Wirklichkeit will sich hier wieder eine Firma bereichern, die immerhin 150.000 Euro pro Gerät bekommt.
Davon abgesehen kann man mit den jetzigen Bestimmungen bis zu einem Liter Flüssigkeit mit im Handgepäck mitnehmen. Die Flüssigkeit muss zwar in 100 ml pro Behältnis aufgeteilt werden, das macht aber aus einem zwei Komponenten Flüssigsprengstoff keine großen Probleme. Das Flugzeug lässt sich also damit ganz bequem sprengen.
Nebenbei, solchen Sprengstoff erkennt der Scanner gar nicht. Er ist nur für Metal- oder Keramikgegenstände sinnvoll.